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Iwano-Frankowsk [UA] - Zwei Gelenktrolleybusse zum 35-jährigen Bestehen

J. Lehmann - 28.01.19


Am 31.12.1983 verkehrten die ersten Trolleybusse auf der Linie 1 vom Bahnhof zur Ul. Khimikiv. Anlässlich des 35-jährigen Jubiläums verkehrte Ende 2018 der Skoda 14Tr Nr.195 festlich geschmückt und mit einer Ausstellung von historischen Fotografien, die die verschiedenen Stadien der Entwicklung des Trolleybusnetzes der Stadt zeigen. Der Trolleybus konnte kostenlos genutzt werden.

Im Dezember 2018 trafen zwei Volvo- Gelenkwagen ein, nach Ausschreibung gewann ein einheimisches Handelsunternehmen für umgerechnet rund 126.000 Euro den Auftrag zur Lieferung. Es handelt sich um die ehemaligen Linzer Trolleybusse 218 und 209 des Baujahres 2001. Es besteht die Absicht, nach der Erprobung der Niederflurgelenkwagen weitere ehemalige Linzer Trolleybusse zu beschaffen.

Zu den 12 bis Mitte 2017 beschafften Niederflurgelenkwagen aus Salzburg gesellten sich im Herbst 2017 drei weitere Wagen, sie erhielten die Nr. 197-199 (ehemals Salzburg 231, 242 und 246). Außerdem wurden zwei Skoda 14Tr10/6 gebraucht gekauft. Die Mitte 2017 in Dienst gestellten Wagen 195 und 196 fuhren als 6317 und 6316 im slowakischen Pressburg und bis 2013/14 im tschechischen Zlin.

Für 2019 werden auch zwei weitere Salzburger Gelenkwagen (234 und 243, beide Typ NGT 204 M16,5) erwartet, die im letzten Sommer dort abgestellt wurden. Derzeit werden diese versandfertig gemacht.

Im Frühjahr 2019 werden die nach einer Ausschreibung bei der Firma Belkommunmash bestellten 29 Niederflurtrolleybusse des Typs BKM 321 erwartet. Der 5,5 Millionen Euro- Auftrag konnte mit einem Darlehen der EBWE erteilt werden. Im Rahmen dieses Förderprojekts der EBWE sind auch eine Netzerweiterung und die Erneuerung von Unterwerken geplant. Im Sommer 2018 wurde der Bau einer neuen Trolleybusstrecke vom Europäischen Platz (derzeit Endpunkt Linien 6 und 7) zum Autobusbahnhof Nr. 3 im Südwesten des Stadtgebiets ausgeschrieben. Die Elektrifizierung der Hauptachse zum Busbahnhof 3 und weiter in die südwestlich gelegene Nachbargemeinde Krykhivtsi sowie zum Flughafen im Süden des Stadtgebiets ist projektiert.

Weitere Investitionen sind für das Depot geplant, in 2019 soll auf dem Depotgelände eine Abstellhalle mit 210 m Länge und sechs Aufstellspuren errichtet werden. Um dort Platz für die beschafften Gelenktrolleybusse zu machen, wurden in 2017 die Skoda14Tr 156, 158 (bis 1994 als Wagen 977 in Potsdam im Einsatz und zuvor von Ende 1983 bis 1985 in Weimar als Wagen 8006 im Einsatz) und der JuMZ-Gelenkwagen 163 sowie 2018 die Skoda 14Tr Nr.154 (nach Unfall am 22.7.2018, siehe Artikel der Lokalpresse) und 159 (ehemals Potsdam 982, zuvor Eberswalde 2) sowie die JuMZ-Solo-Trolleybusse 157 und 165 ausgemustert. Teilweise seit längerem sind die Wagen 141, 143, 174 und 175 abgestellt.

Mit der Ausmusterung der Skoda 14Tr 158 und 159 endete nach 36 Jahren (!!!) der planmäßige Einsatz der 1983/84 in die damalige DDR gelieferten 20 Stück 14Tr. Davon waren ursprünglich 19 für das damalige jugoslawische Sarajewo bestimmt. Nach ihrem Einsatzende in Weimar, Potsdam und Eberswalde kamen die Wagen noch ins siebenbürgische Hermannstadt (Sibiu), nach Tschernowitz (Tschernowzi) und Stanislau (Iwano-Frankowsk). Als Zeitzeuge überlebte der ehemalige Potsdamer und ursprünglich nach Weimar gelieferte Skoda 14Tr Nr.3, der heute von der Barnimer Busgesellschaft und dem Denkmalpflege-Verein Nahverkehr Berlin in Eberswalde betreut wird.

Somit umfasste der Wagenpark Ende 2018 50 Trolleybusse, von denen 42 im Betrieb sind. Nachdem im Februar 2018 der Ring zum Bahnhof mit einer zweiten Spur in Betrieb genommen wurde, konnten die Linienwege vereinfacht werden und die Linien 3 und 8 wurden zur neuen Linie 3 „Podon – Bahnhof - Kreiskrankenhaus“ und die Linie 1 und 6 zur neuen Linien 6 „Radifabrik – Busbahnhof 2 – Bahnhof Europäischer Platz“ zusammengelegt. Somit werden nur noch sechs Trolleybuslinien (2, 3, 4, 6, 7 und 10) befahren, auf denen bis zu 34 Wagen zum Einsatz kommen. Anfang 2019 wurde die Bezahlmöglichkeiten mit neuen Entwerten (Fa. Microelektronica, CZ) und Handgeräten für Schaffner und Fahrer wesentlich erweitert. Bereits seit Jahren kann man mit diversen Bezahl-Apps über QR-Code in den Bussen sein Fahrgeld entrichten, hinzu kommt nun die Möglichkeit, das Fahrgeld mittels NFC durch diverse Karten zu entrichten.

Foto:
Bei Probefahrten mit dem ehemaligen Linzer Gelenkwagen 218 wird Gelenkwagen 183 passiert, der in Salzburg die Nummer 208 trug. Aufnahme: Mattis Schindler


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