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trolley:motion - Interpellation für Förderung v.Trolleybussen

J. Lehmann - 28.02.06



Am 30.11.2005 hat der Genfer Nationalrat Ueli Leuenberger (Grüne Partei), unterstützt von 38 weiteren Ratsmitgliedern, darunter 14 Grünen und 14 SP-Ratsmitgliedern, 3 Christdemokraten sowie je 2 Freisinnige und EVP-Nationalräte unterzeichnet sowie 2 von der PdA und 1 von der Alliance de Gauche die folgende Interpellation im Eidgenössischen Parlament eingereicht:

Eingereichter Text:
Zurzeit steigt der Dieselpreis kontinuierlich und die Bestimmungen der Luftreinhalteverordnung (LRV) und Lärmschutzverordnung (LSV) können bei weitem noch nicht eingehalten werden. Trolleybusse könnten diesen Umständen entgegenwirken, weil sie wenig Energie benötigen, geringe Schadstoffemissionen und einen niedrigen Lärmpegel verursachen. Kann der Bundesrat erläutern, welche Massnahmen er zur Förderung der Trolleybusse als Transportmittel in der Agglomeration trifft?

Begründung:
Einige Schweizer Städte erweitern ihr Netz des Kollektivverkehrs mit Trolleybuslinien, vielerorts gab man dieses Verkehrsmittel jedoch auf. Dies
ist teilweise darauf zurückzuführen, dass das Genehmigungsverfahren für Trolleybuslinien, das vom Bund abhängig ist, langwierig ist und keinerlei
Bundesbeiträge zugunsten der Errichtung oder Erweiterung solcher Verkehrslinien vorgesehen sind. Der Trolleybus, der mit einheimischer Stromversorgung fährt, ist nicht nur aufgrund des explodierenden Dieselpreises eine vorteilhafte Alternative zum Bus. Auch die Schadstoff- und Lärmemissionen sind vergleichsweise geringer. Ausserdem haben Studien gezeigt, dass die Einführung einer Trolleybuslinie die Verlagerung vom privaten zum öffentlichen Verkehr besser fördert als
eine Buslinie. Der Trolleybus ist auch eine gute Alternative zum Tram: Die Errichtung einer Trolleybuslinie ist zwanzigmal günstiger als die einer Tramlinie und kann in kürzerer Zeit bewerkstelligt werden.
Zudem ist die Schweizer Industrie gegenwärtig führend in der Entwicklung von Trolleybussen (HESS) und deren Infrastruktur (Kummler&Matter). Die Förderung
dieses Transportmittels würde ebenfalls zur Aufrechterhaltung dieses Industriezweiges in der Schweiz beitragen. Europaweit gesehen nimmt das Interesse am Trolleybus in zahlreichen westeuropäischen Ländern wieder zu, während er in Osteuropa noch immer ein klassisches Verkehrsmittel darstellt.


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