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Linz [AT] - Bekenntnis zum Obusbetrieb

J. Lehmann - 13.02.12


In einer Presseaussendung vom 1.2.2012 gab der Vizebürgermeister Klaus Luger die Untersuchungsergebnisse von Experten der Berufsgruppe Nahverkehr und der LINZ LINIEN bekannt. Da die Möglichkeiten CO2 einzusparen am erfolgreichsten beim Ausbau des schienen- bzw. oberleitungsgebundener Verkehrsmittel wie Straßenbahnen und Obussen ist, soll diesem zum jetzigen Zeitpunkt den Vorrang vor der Einführung von Hybridbussen gegeben werden. Die CO2-Reduktion beim Einsatz von Elektro-Fahrzeugen im Individualverkehr ebenso wie beim vermehrten Einsatz von Hybridfahrzeugen würde nur einen geringen Erfolg bringen. Nach den Testeinsätzen in den vergangenen Jahren wurde lediglich eine Größenordnung von nur einem Prozent (bei E-Fahrzeugen) bis zu elf Prozent (bei Hybridfahrzeugen) ermittelt. In den letzten zwei Jahren wurden Hybridbusse mehrerer Hersteller und verschiedenen Bauarten getestet, damit sich ein objektives Bild über die technischen und wirtschaftlichen Einsatzmöglichkeiten, die Stärken und Schwächen usw. gemacht werden kann. Zuletzt kam von Anfang Dezember 2011 bis Ende Januar 2012 ein Mercedes-Benz Citaro G Blue-Tec Hybrid, der Aufschluss über die "Wintertauglichkeit" von Hybridbussen geben sollte.

„Die Zukunft wird sicherlich im Ausbau des elektrifizierten Personennahverkehrs und hier wiederum des Straßenbahnnetzes liegen“, nennt Vizebürgermeister Klaus Luger die generelle Zielsetzung der städtischen Verkehrspolitik.
So haben in den kommenden Jahren die Projekte zum Ausbau des Straßenbahnnetzes Vorrang. So soll die erst im letzten Jahr eröffnete Straßenbahnlinie von Linz auf das Harter Plateau bis spätestens 2015 um rund 4 km nach Traun soll Realität verlängert werden, 2,5 Kilometer mehr Schiene sind bei der geplanten Straßenbahnverlängerung nach Pichling beabsichtigt und für eine zweite Straßenbahnachse durch Linz erwartet man eine Neubaustrecke von 6,5 Kilometer Länge, dieses Vorhaben wird derzeit projektiert.
Mit diesen Baumaßnahmen wird der ohnehin schon relativ hohe Elektrifizierungsgrad des Linzer Liniennetzes von rund 73 Prozent des Streckennetzes, die derzeit bereits mit Straßenbahnen und Obussen bedient werden, weiter erhöht.

Die durch den viergleisigen Ausbaus der Westbahnstrecke durch die ÖBB wurden die seit Juli 2011 demontierten Oberleitungen im Zuge der Linien 41 und 43, die einen fünfmonatigen Autobusbetrieb nach sich zogen, wieder komplettiert und seit dem 22.12.2011 sind Obusse auf allen vier Trolleybuslinien wieder im Einsatz. Eine weitere Unterbrechung wird im August 2013 erwartet. Auf den 20 Kursen, die ab 13:00 Uhr zum Einsatz auf den vier Trolleybuslinien kommen, werden derzeit über sechs Autobusse eingesetzt, im Moment sind fünf Obusse wegen fehlender Ersatzteile nicht einsatzfähig, die Ersatzteilversorgung ist leider zum Teil sehr beschwerlich und die Materiallieferzeiten dauert sehr lange. Die 19 Obusse sollen nach der gegenwärtigen Planung bis 2016/17 im Einsatz bleiben, somit bleibt den LinzLinien noch genügend Zeit die Entwicklungen am Markt beobachten zu können, bevor eine endgültige Entscheidung über den Ersatz getroffen werden muss.

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Seit dem 22.12.2011 kommen wieder Obusse auf den Linien 41 und 43 zum Einsatz, die im Frühverkehr alle 10 Minuten, tagsüber im 15-Minuten-Verkehr fahren, hier passiert Wagen 202 am 24.03.2009 auf der Dinghoferstraße in Richtung Innenstadt die Bahnunterführung.
Aufnahme: J. Lehmann


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