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Quito [EC] - Wirtschaftliche Lebensdauer erreicht

K. Budach - 04.03.13


Die Trolleybusflotte in Ecuadors Hauptstadt Quito muss in absehbarer Zukunft erneuert werden, denn die Wagen der 1995 erbauten ersten Serie von 54 Gelenktrolleybussen des Typs Mercedes-Benz/Adtranz/Hispano O 405 GT haben das Ende ihrer sinnvollen, wirtschaftlichen Lebensdauer erreicht. Der Unterhaltungsaufwand ist durch die überaus intensive Nutzung gestiegen und legt einen Ersatz durch Neufahrzeuge nahe. Bei den Wagen der zweiten Serie Nr. 55-113 aus 1999 wird eine Generalsanierung erwogen, Wagen 102 befindet sich dazu derzeit in der Werkstatt.

Eine Entscheidung über die künftige Beschaffungspolitik ist noch nicht gefallen. Trotz des enormen Erfolgs des Trolleybusbetriebs wurden weitere BRT-Routen in Quito mit Dieselbussen ausgestattet, die zwar in der Anschaffung günstiger sind, aber durch die klimatischen Verhältnisse in der auf 2800 Meter üNN Höhe gelegenen Hauptstadtregion hohe laufende Unterhalts- und Betriebskosten verursachen, nicht zuletzt durch den geringen Wirkungsgrad der Verbrennungsmotoren in der weniger sauerstoffhaltigen Luft.

Täglich sind 90-95 der einsatzfähigen 112 Obusse auf der zentralen BRT-Trasse durch das Zentrum Quitos im Einsatz. Befahren werden unter den Liniennummern C1, C2, C4, C5 und CQ-R jeweils verschiedene, sich überlappende Abschnitte der Bustrasse. Auf dem zentralen Abschnitt Terminal Sur - Terminal Norte fahren die Wagen werktags im Minutenabstand.

Das inzwischen baureife Metroprojekt in Quito folgt dem Trolleybuskorridor nicht direkt und hat ohnehin größere Haltestellenabstände, es kann und soll den Trolleybus folglich nicht ersetzen.

Foto: Dichter Trolleybusverkehr in Quitos Innenstadt.
Aufnahme: Horst Schaffer


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