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trolley:firmen - Solaris: Aufträge für über 300 Trolleybusse

J. Lehmann - 09.06.14


Mit zwei Aufträgen, die in 2013 erteilt wurden, konnte die Marke von 200 Trolleybussen bereits erreicht werden, im Herbst konnte der Vertrag über die Lieferung von 125 Gelenktrolleybussen gemeinsam mit Škoda Electric (neben 175 Gelenkdieselbussen) mit dem Verkehrsunternehmen der lettischen Hauptstadt Riga abgeschlossen werden und im September 2013 konnte die Zulieferung von 100 Wagenkästen für den von der Firma Skoda Electric abgeschlossenen Auftrag zur Lieferung von 100 Trolleybussen in vier bulgarische Städte abgeschlossen werden. Mit den Aufträgen zur Lieferung von 26 Trolleybussen im "MetroStyle" an Salzburg und von 30 Trolleybus-Wagenkästen an die Firma Skoda Elektro, die am 24. Juni 2013 mit Sofia einen Vertrag unterzeichnete, und weiterer Aufträge mit geringeren Stückzahlen wurde die Zahl von 300 bestellten Trolleybussen Ende 2013 erreicht. Offizell wurden jedoch 2013 bei Solaris insgesamt 199 Trolleybusse bestellt, der Auftrag von Riga wurde intern erst 2014 abgeschlossen, da die finale Vertragsunterschrift erst im Januar 2014 eintraf. Während die bulgarischen Städte die Trolleybusse bis Herbst 2014 erhalten, laufen die beiden anderen größeren Verträge bis 2017 (Salzburg) und 2018 (Riga).

Mit der Auslieferung des Batterie-Trolleybusses nach Landskrona wurde hier im Rahmen eines Forschungsprojektes die Aufladung der Batterien auf bewährte Weise untersucht. Die Batterien für eine rund 10 km lange Fahrt ohne Oberleitung werden während einer Fahrt auf der Trolleybuslinie 3 aufgeladen, ohne besondere Wartezeiten an Haltestellen oder Endhaltestellen zur Aufladung.
Andere Aufladetechniken von Elektrobussen mit der Energiequelle Batterien werden ebenfalls erprobt, so eine Pressemitteilung der Firma Solaris vom 16.04.2014.
Mit einem "Plug-in-Anschluss" erhält die Rheinbahn in Düsseldorf in 2014 zwei Urbino 12 electric. Diese Busse sind so konzipiert, dass die nachträgliche Installation eines konduktiven Ladesystems auf ihrem Dach möglich ist. Ausgestattet werden die Busse mit Batterien mit einer Kapazität von 210 kWh. Gemäß der durch Solaris vorbereiteten Simulation wird auf der Route, auf der die Elektrobusse fahren werden, ein Ladegerät mit einer Leistung von 200kW installiert, das während des Tages benutzt wird. Gemäß dem Fahrplan wird jede Nachladung etwa 10 Minuten dauern. Zwei Ladegeräte mit einer Leistung von jeweils 32kW werden die Busse nachts im Depot laden. Die Parameter des Fahrzeugs wurden so ausgewählt, dass die Batterien genug Energie haben, auch wenn es während einer Fahrt aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist den Bus nachzuladen.

Nach Braunschweig wurde ein induktiv geladener Solaris Urbino electric in 12-Meter-Ausführung geliefert. Der Bus ist mit einem Primove-System zur induktiven Ladung von Bombardier ausgestattet. Die Technologie setzt auf berührungslose Stromübertragung zwischen im Boden verlegten Spulen und Aufnahmespulen im Fahrzeug. Die Ladung erfolgt während des Aufenthalts des Busses an ausgewählten Haltestellen. Schon ein paar Minuten reichen, um die Fahrt fortzusetzen. Das Fahrzeug ist nicht der einzige, induktiv geladene Elektrobus von Solaris, der auf den Straßen von Braunschweig fahren wird. Solaris liefert auch vier Urbino 18 electric an die Braunschweiger Verkehrs-AG. Es werden die ersten Gelenkbusse von Solaris mit elektrischem Antrieb sein. Sie fahren in Braunschweig im Rahmen des Projekts "Emil", was Elektromobilität mittels induktiver Ladung bedeutet. Ziel des Projekts ist es Braunschweiger Buslinie M19 im Jahr 2014 mit induktiv zu ladenden Elektrolinienbussen zu bedienen. Fünf Urbino electric sind aber erst der Anfang der Pläne von Braunschweig im Bereich der kabellosen Ladung von Fahrzeugen.
Mittels Brennstoffzelle der Firma Ballard werden die beiden Batteriebusse Urbino 18,75 electric der Hamburger Hochbahn AG ausgestattet, die zur Erhöhung der Reichweite dient. Sie besitzen Batterien mit einer Kapazität von 120 kWh. Der Bus soll lediglich ein Mal pro Tag mit Wasserstoff betankt werden und dann in der Lage sein, 300 km pro Tag elektrisch zu fahren.

Foto:
Die Firma Solaris konnte nun auch die ersten Gelenktrolleybusse für Polen liefern, die MPK in Lublin bestellte 2013 nach einer Ausschreibung 12 Einheiten, die ersten drei Wagen wurden am 9.05.2014 offiziell auf dem Schloss-Platz präsentiert. Aufnahme: Bohdan Turżański [http://trollino.mashke.org/].


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