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Winterthur [CH] - Aufstockung des Wagenparks im Vorfeld der Taktverdichtung auf der Linie 2

J. Lehmann - 07.07.14


Für die Verdichtung der stark belasteten Trolleybuslinie 2 wurde ein Trolleybus bei der Firma Hess nachbestellt, der im Januar ausgeliefert wurde und am 21.01.2014 die Freigabe zum Linienverkehr erhielt. Der Wagenpark umfasst nun 34 Trolleybusse, damit werden auf den drei Linien 30 Kurse in der Hauptverkehrszeit bestückt, im 7½-Minuten-Takt kommen zehn Kurse auf der Linie 3 und im 6-Minuten-Takt neun Kurse auf der Linie 1 und elf Kurse auf der Linie 2 zum Einsatz. Gemäß dem bereits im Frühsommer 2013 ausgelegten Fahrplanentwurf soll nun die Linie 2 ganztägig alle 7½ Minuten mit acht Kursen verkehren, zwischen 6 und 8 Uhr sowie zwischen 15 und 18 Uhr erhält sie dann eine Verdichtung durch eine Linie 22 zwischen Oberfeld und Waldegg, so dass hier ein 3- bis 4-Minuten-Takt geboten wird. Während zum Wenden die Schleife Waldegg wieder genutzt wird und hier die Fahrleitung komplettiert wird, konnte in Oberfeld keine Lösung gefunden werden. Eine Wendeschleife ist hier im Straßendreieck Salomon-Hirzelstrasse/Wülflingerstrasse geplant, jedoch kann diese frühestens 2016 realisiert werden. Auf einer Wiese zwischen dem Talhofweg und dem Schloss Wülflingen sollte solange ein Provisorium errichtet werden, so ein Artikel im Der Landbote vom 12.03.2014. Aufgrund der Widerstände der Bewohner und der Politik wurde diese Planung aufgegeben und die Linie 22 soll nun bis Wülflingen durchfahren. Statt der geplanten fünf Kurse werden dann sechs Kurse erforderlich, so dass auf den dann vier Trolleybuslinien 33 Kurse zu besetzen sind.

Am 01.07.2014 fand die Einweihung der neuen Einstellhalle mit einem Verwaltungstrakt für die Stadtbus Winterthur statt. Zahlreiche Politiker der Stadt Winterthur, zahlreiche Gäste und Mitarbeiter hörten den Festreden des Regierungsrats Ernst Stocker, des Stadtpräsidenten Michael Künzle und des Stadtrats Matthias Gfeller zu, mehr auf der Pressemitteilung der Stadtbus Winterthur im Link "Mehr Information". Nach der Einweihungsfeier bezog die Verwaltung von der Tösstalstraße die neuen Räume. Die Trolleybusse finden nun in der neuen Abstellhalle Platz, damit in der bisherigen Abstellhalle provisorisch die Werkstatt eingerichtet werden kann. Die bisherige Werkstatt des 1968 errichteten Depots wird nun umgebaut, für die erforderlichen Einstellplätze und Aufbockung der Fahrzeuge, auch für eventuell später mögliche Doppelgelenkwagen werden die Kellerräume der Werkstatt zusätzliche Stützen.

Die Museumswagen mussten daher die Kellerräume verlassen und erfreulicherweise erhält derzeit auch der 1958 gebaute Gelenktrolleybus 101 eine Revision und soll künftig für Gelegenheitsfahrten wieder hergerichtet werden.

Durch die Planung der Ausbaus der Fläche im Gleisdreieck Grüze mit Wohngebieten und neuen Gewerbeanbindungen soll mit einer Querung der Bahnhgleise beim Bahnhof Grüze eine direkte Verbindung von der St. Gallerstrasse zur Sulzerallee geschaffen werden und Bestandteil des ÖV-Hochleistungskorridors werden, der für die Stadt geplant ist. Hierbei sind Änderungen im Busnetz zu erwarten, dabei soll bei künftigen Ausbauten auf den Trolleybus gesetzt werden. Für die anstehende Ausschreibung zur Erneuerung des Dieselbusparks sind auch Optionen zur Beschaffung von Trolleybussen geplant, die mit Batterieantrieb für einen erweiterten elektrischen Betrieb ausgestattet sein sollen.


Fotos:
oben: SwissTrolley 104 hält in Richtung Wülflingen an der Haltestelle "Schloss" auf Wülflingerstrasse, an der Einmündung Salomon-Hirzelstrasse, hinter der Haltestelle im Bild, soll 2016 eine Wendeschleife eingerichtet werden; im Hintergrund hinter den Bäumen das Schloss Wülflingen.
unten: Die beiden Trolleybustypen im neuen Depotanbau. Fotos: J. Lehmann


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