deutsch englisch

City-News Archiv

Linz [AT] - Mehr Obusse für eine saubere Stadt

J. Lehmann - 15.01.08


Die Obuslinien 45 (Stieglbauernstraße – Hauptbahnhof – Froschberg) und 46 (Hafen – Froschberg) verzeichnen einen konstanten Fahrgastzuwachs in den letzten Jahren. Bislang wurden auftretende Kapazitätsengpässe mit regelmäßigen Einschubfahrten abgedeckt. Mit einem neuen Fahrplan ab dem 03.09.2007 erfuhren die die beiden Linien wochentags von 13.00 bis 17.30 Uhr (ausgenommen Ferienzeit) eine Verdichtung des bisherigen 15-Minuten-Takts auf einen 10-Minuten-Intervall. Auf dem Abschnitt Garnisonstraße bis Hauptbahnhof verkehrt somit alle 5 Minuten ein Obus. Leider können nicht ausschließlich Obusse eingesetzt werden, da nachmittags auf den vier Obuslinien 20 Kurse erforderlich sind, jedoch nur 19 Obusse vorhanden sind. Somit kommen häufig Autobusse zum Einsatz. Vorzugsweise werden die in 2007 beschafften Gasbusse eingesetzt, von denen die ersten 10 im Rahmen einer Pressekonferenz am 25. September 2007 vorgestellt wurden. Sie sollen bis 2011 alle 61 Gelenkdieselbusse der Linz AG ersetzen. Für die gasbetriebenen Busse wurde eigens am 18. Oktober im Rahmen einer Pressekonferenz die neu errichtete Erdgastankstelle auf dem Gelände der Busgarage übergeben. Die rund 2,1 Millionen Euro kostende Anlage wurde als die größte und modernste derartige Tankstelle in Europa bezeichnet. Es wird Biogas ausgegeben, das von einer Kläranlage stammt.

Während die Linz AG den Fortbestand des Obusbetriebs in Frage stellen und Gasbusse als angeblich saubere Alternative darstellen machten die Grünen indes den Vorstoß zum Wohle der Umwelt, weitere Linien auf Obus umzustellen. Der Mobilitätsstadtrat Jürgen Himmelbauer schlug in einer Presseerklärung am 17.10.2007 vor, die Linien 12, 25 und 27 auf Obusbetrieb umzustellen. In der Vorlage wird ermittelt, dass 20 Tonnen Stickoxide und 540 Tonnen Kohlendioxid durch die Umstellung vermieden werden können. (Gegenüber Gasbussen kann eine gleiche Menge von Methan erspart werden, welches für den Treibhauseffekt genauso umweltschädlich ist). Die Kosten einschließlich dem Kauf von 18 neuen Trolleybussen errechnet das Gutachten einen Betrag von 20,5 Millionen Euro. Es bleibt zu hoffen, dass der Vorstoß Erfolg hat!



zurück
KontaktImpressumHaftungsausschlusstrolleymotion.com